Eine Bürgerinitiative (BI) hatte die Pläne für Wohnungsbau im Stuhlrohrquartier durch ein Bürgerbegehren gestoppt. Nun fanden die BI und die Fraktionen der Bezirksversammlung einen Kompromiss.
In mehreren Gesprächsrunden, vermittelt und moderiert durch den Bezirksamtsleiter, haben sich die Fraktionen und die BI u. a. auf folgende Punkte geeinigt:
Das Stuhlrohrquartier wird eine besondere städtebauliche Qualität haben. Die denkmalge-schützten Stuhlrohrhallen werden mit einem städtebaulichen Erhaltungsschutz zusätzlich gesichert und dürfen nicht als Wohungen genutzt werden. Die Höhe der künftigen Bebauung wird zwischen 4 bis 6 Geschosse, in Einzelfällen bis zu 7 Geschosse betragen, wobei die Dichte eine Geschossflächenzahl von 2.2 nicht überschreiten soll. Auf Hochhäuser mit 8 Geschossen und mehr wird verzichtet.
Das Quartier wird städtebaulich abwechslungsreich und attraktiv entwickelt. Die Innenhöfe sind bei einer Blockrandbebauung von Hauptnutzungen grundsätzlich freizuhalten und werden als Grün- und Aufenthaltsflächen geplant. Darüber hinaus soll der Investor eine Tiefgarage erstellen, in der die erforderlichen Stellplätze nachzuweisen sind.
Dieser Kompromiss macht einen neuen Wettbewerb unter den drei bestplatzierten Büros des alten Wettbewerbes nötig. Die BI wird an dem Auswahlverfahren beteiligt sein. Der Siegerentwurf wird die Grundlage für die weitere Bauleitplanung sein und von der Bezirksversammlung beschlossen werden.
Wir haben die Zusammenarbeit mit der BI als sehr angenehm und zielführend empfunden und sind überzeugt, dass hier ein gelungener Kompromiss für Bergedorf gefunden wurde.
Peter Gabriel


Die Planungen für Oberbillwerder sind einen großen Schritt weiter: Ein Planungsentwurf, aus dem sich ein Masterplan bis Ende des Jahres entwickeln wird, ist nun gekürt. Am 24. Mai 2018 hat das Beratungsgremium mit einem Votum von 18 zu 2 Stimmen den Siegerentwurf für Oberbillwerder vom dänisch-niederländisch-deutschen Planungsteam ADEPT Aps mit Karres + Brands ausgewählt.
Der Hamburger Senat verbessert die Arbeit der Wohn-Pflege-Aufsichten (WPA), indem er 11 zusätzliche Stellen zur Verfügung stellt. Zugleich verbleiben die WPA in den Bezirken. Das ist ein schöner Erfolg für die SPD-Fraktion, die sich für beide Punkte massiv eingesetzt hatte.
Die SPD-Fraktion Bergedorf hat in der Sitzung der Bezirksversammlung am 31. Mai gleich vier Anträge eingebracht, die von der Bezirksversammlung auch fast alle einstimmig beschlossen wurden.
